EU verschärft Online-Steuergesetze

Verbraucher werden nicht länger in der Lage sein, Steuerlücken zu nutzen, die den Kauf digitaler Güter ermöglichen -EU-Websites ohne MwSt.

Die europäischen Finanzminister haben gestern eine Regelung für die Erhebung der Mehrwertsteuer auf Online-Verkäufe von digitalen Produkten wie Computersoftware und digitale Downloads vereinbart.

Nach dem neuen System berechnen Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU jetzt Mehrwertsteuer nach dem Steuersatz des Landes, in dem der Kunde seinen Sitz hat.

Nach dem derzeitigen System müsste ein in der EU lebender Verbraucher keine Mehrwertsteuer auf Waren bezahlen, die außerhalb der EU gekauft wurden, was Menschen dazu ermutigen könnte, Waren aus dem Ausland zu kaufen Unfaire Benachteiligung von Unternehmen in der EU.

Die neue Regelung "beseitigt einen erheblichen Wettbewerbsnachteil" europäischer Unternehmen, die auf dem Weltmarkt konkurrieren, sagte Frits Bolkenstein, Kommissar für den Binnenmarkt bei der Europäischen Kommission.

Aber einige argumentieren, dass das neue regi Ich habe jetzt die Waagschale zu weit zugunsten von Europa gekippt.

Die USA versuchen derzeit, die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) davon zu überzeugen, dass die Regeln nicht durchführbar sind.

Die OECD versucht, einen globalen Konsens zu finden zur Besteuerung von E-Commerce. Sollte dies nicht gelingen, kann US-Finanzminister Kenneth Dam eine Beschwerde bei der Welthandelsorganisation einreichen.

Ein US-Softwarehersteller muss 25 Prozent auf den Verkaufspreis seiner Software aufladen, wenn der Käufer in Schweden ist und damit die Mehrwertsteuer entrichtet zum lokalen Satz des Käufers. Ein konkurrierendes Unternehmen mit Sitz in Luxemburg muss für dieselbe Transaktion lediglich die Mehrwertsteuer von 15 Prozent (Ortsgebühr und die niedrigste in der EU) berechnen.

Die Regeln für Unternehmen innerhalb der EU werden sich nicht ändern. Das Vereinigte Königreich besteuert derzeit alle digitalen Downloads als "Dienstleistung", die mit 17,5 Prozent berechnet wird.

Das System deckt nur Transaktionen zwischen Unternehmen und Verbrauchern ab, da Geschäfte zwischen Unternehmen in separaten Regeln geregelt werden.

"EU-Unternehmen sind zu lange benachteiligt, und das ist wirklich eine Möglichkeit, die gleichen Wettbewerbsbedingungen zu schaffen", sagte Lisa Billard, Sprecherin von Customs and Excise.

Die neuen Regeln werden 2003 in der EU in Kraft treten.